Konzeption

1. Deutsch-Polnisches Forum für Wirtschaftsrecht

Von persönlicher Haftung bis zur Compliance im Unternehmen

Festsaal der Universität Warschau, 4.11.2010

So lautete der Titel der Konferenz am 4.11.2010 in Warschau, bei der sich Wissenschaftler und Praktiker zu aktuellen Entwicklungen auf diesem Rechtsgebiet austauschten. Im neoklassischen Ambiente des Tyszkiewicz-Potocki-Palastes ermöglichte eine Reihe von Vorträgen zu derzeitigen Trends in der Dogmatik sowie zu deren Bedeutung in der Praxis einen Vergleich der rechtlichen Vorgaben auf der jeweiligen nationalen sowie der europäischen Ebene.

Organisiert wurde die Konferenz vom Lehrstuhl für Polnisches Öffentliches Recht der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), der Fakultät für Recht und Verwaltung der Universität Warschau, von der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer sowie dem Deutsch-Polnischen Juristenverein (DPJV). Zu den rund 150 interessierten Teilnehmern gehörten Wissenschaftler/innen, Studenten und Studentinnen sowie Juristen, die sich beruflich mit Unternehmensrecht befassen.

Bevor der Justizminister der Republik Polen, Krzysztof Kwiatkowski, die Konferenz feierlich eröffnete, wurden die Teilnehmer/innen von Dr. Jan Schürmann, Vorstandsmitglied der DPJV, Prof. Dr. Tomasz Giaro, Prodekan für internationale Zusammenarbeit der Fakultät für Recht und Verwaltung der Universität Warschau, sowie Prof. Dr. Bartosz Makowicz von der Viadrina begrüßt.

In seiner Ansprache erläuterte Minister Kwiatkowski die derzeitigen Arbeiten der Kodifikationskommission für Zivilrecht im Bereich Unternehmensrecht. Diese betreffen vor allem das Gesellschaftsrecht. Auch eine Überarbeitung des Gesetzes über Gerichtsregister ist auf der Agenda. Für Wirtschafsangelegenheiten wird es künftig kein gesondertes Verfahren mehr geben, sondern diese werden nach den allgemeinen Verfahrensregeln vor den Zivilgerichten verhandelt werden.

Minister Kwiatkowski lobte die hohe Intensität der deutsch-polnischen juristischen Zusammenarbeit. Diese lasse sich an den häufigen Treffen auf Minister- und Expertenebene messen. Auch die Effektivität der grenzüberschreitenden Amtshilfe in Zivilrechtssachen sei ein Beleg für die gut funktionierende Kooperation in der Justiz.

Weiterhin betonte der Minister, dass die Regierung auf die Bedürfnisse der Wirtschaft eingeht: Hindernisse für Unternehmen würden abgebaut und damit das Wirtschaftswachstum angekurbelt.

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